Das HSO-Gildenhaus
Hilfe
zur Selbsthilfe
für Onlinesüchtige
Wir
suchen eine Pension (Gästehaus, Hotel) in Deutschland,
die einem gemeinnützigen Zweck dient, denn ...
wir wollen die erste Begegnungsstätte zur gesellschaftlichen Wiedereingliederung akut oder ehemals onlinesüchtiger Personen schaffen!
Außerdem sollte dieses Haus die erste Bundesberatungsstelle für Onlinesucht in Deutschland sein.
Wir bitten Sie um Spendengelder für die Finanzierung eines solchen HAUSES:
hallo,
ehrlich gesagt fällt es mir schwer nun öffentlich über meine situation zu
berichten. wobei dazu ja theoretisch dank der anonymität im internet kein
grund besteht, der grund warum es überhaupt soweit gekommen ist..
am besten fange ich mal ganz von vorne an: eigentlich hatte ich ein ganz
"normales" teenager leben, damals..
jeden tag mit freunden unterwegs, viel spass gehabt und gelacht. nach und nach
begriff ich aber immer mehr, dass ich größtenteils das dritte rad am wagen
war. wodurch ich nach und nach immer mehr um die aufmerksamkeit "gekämpft"
habe. dies ging dann soweit, dass ich angefangen habe mich selbst zu
verletzen..und dies auch indirekt jedem zeigen wollte. um die ganze
vorgeschichte mal ein wenig zu verkürzen fasse ich mich kurz, mit dem was
weiter passierte.
-2003 anfaenglicher rückzug aus der gesellschaft, ich habe das internet
entdeckt..wo ich die aufmerksamkeit bekam die ich brauchte.
-2004 da ich zu der zeit noch recht viel mit freunden gemacht habe, ging meine
selbstverstuemmelung soweit, dass ich "selbstmord-versuche" vogetäuscht
habe. resultat: einlieferung in die Kinder- und Jugend-Psychiatrie in .xxxx.
-2005 entlassung, jeglichen kontakt zum früheren leben abgebrochen, ich stand
abgesehn von meiner familie (größtenteils meinem vater, der eigentlich nie
zeit für mich hatte. mutter verstarb ziemlich früh.) alleine da.
dann habe ich meinen eigenen PC bekommen..
ich fing an zu spielen, tagelang, nächtelang..und bekam dort wieder meine so
dringend gewollte aufmerksamkeit. seit dem sind nun rund 2-3 jahre vergangen,
in denen ich völlig den bezug zur realität verloren habe. ich schlafe tags,
chatte und spiele die nächte durch, bin bleich, abgemagert und ziemlich
schnell gereitzt. wann ich das letzte mal duschen war? vor einem monat? ich
weiß es nicht mehr..
warum denn auch, im spiel interessiert sich keiner für mein aussehn, meinen
geruch oder sonstwas. das schlimme an der ganzen sache ist: ich beginne zu
begreifen, ich bin ALLEIN! und dies schmerzt, wie tausend nadelstiche ins
herz. es gibt keinen kontakt mehr zum realen leben, mit mitlerweile 18 jahren,
keinem schulabschluss, ist mein größtes event am tag die ankunft meines
vaters ..der dann aber auch wieder geht. die restliche zeit des tages sitze
ich in diesem verdammten stuhl, schreibe im chat "AFK", schaue aus
dem kleinen fenster und frag mich: wie konnte es soweit kommen?
und ganz ehrlich, ich habe nicht die kraft so weiter zu machen! mittlerweile
traue ich mich nicht einmal mehr vor die tür..ich habe angst davor.
naja, was solls..dann werde ich mal einen neuen kaffee machen, eine zigarrette
rauchen und das spiel starten. *vorsicht ironie..*
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Wenn
ich eins genau weiß dann das ich definitiv Onlinesüchtig bin seid fast 4
Jahren läuft mein PC 24h am Tag.
- chat ich nutze mittlerweile sage und schreibe 100 irc
channels gleichzeitig
- spiele intensiv warcraft3 , Guildwars , World of warcraft
und ab und an andere Games nebenher Betatests etc
Reallife was is das? Ich kenn nicht eine einzige Person im RL,
Familie kein Plan hab ich schon seid 12 Jahren kein kontakt mehr aus gewissen
gründen mein Leben besteht eigentlich nur noch Online
Sobald im Rl auch nur ein kleines Problem auftaucht, tret ich den rückzug an
is eigentlich schon nen wunder das es geschafft habe hier nen post zu machen
und den auch abzuschicken
mfg
Noch Hunderte und Tausende dieser
Hilferufe sind Realität, Sie können sie im Forum von www.onlinesucht.de
täglich nachlesen.
Ein Grund zu handeln, wie wir
denken!
Deshalb wollen wir in einem HSO-Gildenhaus den Wiedereinstieg ins Leben üben. Hier sollen Onlinesüchtige und ehemals Onlinesüchtige jedes Alters konkrete Hilfe finden! Ideal wäre eine kleine Pension, die Sie einem gemeinnützigen Zweck zur Verfügung stellen oder dem Verein verkaufen wollen!
Fakt ist, dass ein ausstiegswilliger Onlinesüchtiger zunächst erst einmal eine Zufluchtsstätte sucht, möglichst weit weg von seinem Rechner, von seinem Medium. Oft haben Onlinesüchtige keinerlei Perspektiven mehr, haben das Leben verlernt und trauen sich in Einzelfällen nicht einmal mehr auf die Strasse. Sie schämen sich und können sich niemandem anvertrauen, obwohl sie gern ihr Leben ändern wollen. Für diese Menschen wollen wir da sein! Die HSO-Gilde wird beweisen, dass reale Gilden lohnenswert und ... lebenswert sind! Jeder Gast des künftigen Hauses kann Gildenmitglied werden und sich "einen Charakter erarbeiten", sich Lob und Anerkennung verdienen und lernen, ganz neue Ziele zu stecken. Der Aufenthalt in diesem Haus soll für Onlinespielsüchtige, Onlinesexsüchtige und Onlinechatsüchtige die richtige Antwort auf Resozialisierung und Integration in das reale Leben sein.
Das Programm des HSO-Gildenhauses ist akut notwendig. In den Niederlanden öffnete bereits ein ähnliches Haus die Tore, in der die Betreuung der Hilfesuchenden allerdings einen Tagessatz von 600 Euro (!) kostet. Wir meinen, das funktioniert auch "etwas" preiswerter!
Neben psychotherapeutischer Betreuung durch ambulante, örtlich ansässige Fachkräfte sollen die Betreuten wieder lernen, einen Sinn im Leben zu finden. Sie sollen sich nützlich machen, für alte Leute da sein, Einkaufsdienste anbieten, Babysitten, Haustiersitten, Kindern in Krankenhäusern etwas vorlesen, im Garten Kräuterbeete anlegen, andere Menschen unterstützen, die Hilfe brauchen. Es wird Buch geführt über die guten Taten und in Gildensitzungen besprechen wir die jeweiligen Erfolge.
Außerdem soll ein breitgefächertes Sportangebot unterbreitet werden in örtlichen Sportvereinen und vor allen Dingen durch Eigeninitiativen (Völkerball, Basketball, etc.). Es könnte ein HSO-Fußballverein gegründet werden etc. Es kommt darauf an, dass die Betreuten eigene Ideen einbringen und Ziele formulieren. Zum Sportangebot gehört natürlich auch eine Ernährungsberatung, denn aus eigener Erfahrung wissen wir, dass Onlinesüchtige auch oft eine Essstörung mitbringen.
Es soll kein Internetverbot bestehen, sondern es soll durchaus die Möglichkeit geben, das Medium SINNVOLL zu nutzen. So werden die Rechner in einem geschlossenen Raum stehen und nur zu bestimmten Zeiten geöffnet sein. Sicherungsprogramme werden den Zugriff auf bestimmte Seiten verweigern. Ausbildungs- und Arbeitsangebote werden nur in Anwesenheit eines Betreuers gesucht. Hier soll einer auf den anderen achten, so dass ein bewusster Umgang mit dem Internet trainiert werden kann. Im Haus ist die Benutzung eines Handys nicht gestattet. Ein Verstoß (Aufruf eines Rollenspiels, von Sexseiten etc. oder Verletzung der Hausordnung) wird ohne Abmahnung mit dem sofortigen Hausverweis geahndet.
In stationären Behandlungen ist es leider oft so, dass während des Aufenthaltes eine "heile Welt" existiert und der Betroffene - kaum ist er wieder in seiner alten Umgebung - in die alten Verhaltensmuster zurückfällt. Dies wollen wir gemeinsam verhindern. Unsere Betreuten werden zu Betreuern und bauen während ihres Aufenthaltes im HSO-Gildenhaus ein Netzwerk von Hilfsbedürftigen in ihrem Wohnort auf. Außerdem sucht sich jeder Betreute aus seinem Familien- oder Bekanntenkreis einen "Paten" an seinem Heimatort, der im letzten Monat in die Einrichtung eingeladen wird und der in der Folgezeit auf den Betreuten achtet, mit ihm Unternehmungen startet, neue Hobbys in Angriff nimmt und einen neuen Freundeskreis aufbaut. Es sollen auch Gesprächsmöglichkeiten für Eltern bzw. Angehörige (PartnerInnen) geschaffen werden!
Vorgesehen sind in den Tages- und Wochenplänen der Gäste u.a. auch:
* Gestaltungstherapie
* Gesprächstherapie
* Entspannungstherapie
* Kochkurs, Ernährungsberatung
* Musiktherapie
* Terraintraining
* Gemeinsame Gestaltung der Freizeitangebote
* Bewerbungstraining und Jobsuche (bei Bedarf am PC, dann aber in Begleitung)
* Praktische Lebensberatung (alltägliche Dinge wie Kontoführung, Behördengänge
etc.)
* Rhetorik- und Selbstbewusstseinstraining
* Individuelle Beratung zur sinnvollen Internetnutzung
* Übernahme sozialer Dienste
* Theater-Workshop
* abwechselnder Hof- und Stalldienst (auch Hühner sollen bei uns glücklich
sein)
* abwechselnder Einkaufsdienst
Dieses Projekt soll wissenschaftlich evaluiert (begleitet und
ausgewertet) werden. Auch den Medien werden wir zu gegebener Zeit zur Verfügung
stehen und die Betreuten stehen nach deren Einverständnis für (anonymisierte)
Interviews zur Verfügung. Es würde sich also durchaus anbieten, dass wir verstärkt
Hilfe und Unterstützung durch die Medien erfahren würden, die vielleicht sogar
ein eigenes Sendeformat für dieses Projekt finden könnten.
Das Prinzip des Zusammenlebens ist dem in einer WohnGemeinschaft ähnlich. So wird innerhalb der Gilden geplant, organisiert, gekocht, geputzt, renoviert, musiziert und Projekte entwickelt. Es wird niemandem ein Essen "vorgesetzt" und auch kein Bett gemacht. Die Einkaufslisten und Essenspläne werden gemeinsam erstellt. Allabendlich findet ein Brainstorming statt, wo neue Ideen eingebracht werden können und die Erfolge der Gildenmitglieder besprochen werden. Falls möglich, sind - je nach Auslastung des Hauses - auch Tagesgäste willkommen.
Die Kosten für den Aufenthalt (idealerweise 2 - 3 Monate) in diesem HSO-Gilden-Haus sollte dem Betreuten nicht mehr als 10-15 Euro pro Tag für die Übernachtungen inkl. Programm (Beratungen/Therapien) kosten, die Kosten für Lebensmittel werden entsprechend niedrig gehalten und umgelegt.
Die Verwirklichung dieses HSO-Gilden-Hauses ist leider aber nur möglich, wenn wir wohlwollende Sponsoren finden, so dass dem HSO 2007 e.V. keine Mietkosten entstehen. Es sollen auf Dauer Konzepte entwickelt werden, dass sich der Aufenthalt der Gäste selbst finanziert (z.B. Aufbau einer Werkstatt, Anbau (Erzeugung) und Verkauf von Bioprodukten etc.). Die Leitung des Hauses obliegt der Vorstandsvorsitzenden, Gabriele Farke, sowie den aktiven Mitgliedern des HSO 2007 e.V. Alle Mitarbeiter arbeiten ehrenamtlich.
Wir
werden SECOND LIFE im REALEN LEBEN praktizieren
und das ganz ohne Avatare!
Das
Motto heißt: FIRST LIFE is great!
Unser
Anliegen ist, dass die Gildenmitglieder wieder Aufgaben und Ziele
haben und diese ganz real verfolgen!
Sie sollen eine "Anleitung zum Leben" bekommen
und wieder spüren, was „Familie“ bedeuten kann.
Jeder kann lernen, sich eine neue Lebens-Orientierung zu erarbeiten.
Zum
Haus:
Es
sollte ein bezugfertiges, eingerichtetes Haus sein (Pension/ Hotel oder ähnliches),
Unterkunft für ca. 15-20 Personen, Aufenthaltsraum und Garten.
Wenn
Sie ein solches Haus anbieten können oder uns die Pacht oder den Kauf eines
solchen Hauses finanzieren möchten, kontaktieren Sie uns bitte ganz bald!
HSO
2007 e.V.
Gabriele Farke
Kottmeierstr.
12
21614 Buxtehude
www.onlinesucht.de
hso2007@aol.com
Bitte unterstützen SIE unser Projekt!
HSO2007 e.V.
Sparkasse Harburg-Buxtehude
Konto 600 66 529
BLZ 270 500 00